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26 Mal ungeschlagen

Damenmannschaft SG Nahne-Schölerberg holen Meistertitel

72 Punkte, in allen Spielen der Saison ungeschlagen und insgesamt 124 erzielte Tore - das ist nicht etwa die Bilanz vom Rekordmeister Bayern München oder den Champions-League-Anwärtern aus Madrid. Diese eindrucksvollen Zahlen sind das Ergebnis der letzten Saison der Damenmannschaft von der SG Nahne-Schölerberg in der 1. Kreisklasse Osnabrück-Land, welche mit der verdienten Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die Kreisliga endete.

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Dabei begann die Saison gar nicht so souverän wie es diese Zahlen vermuten lassen: gleich beim ersten Pflichtspiel der Saison ließ die Damenmannschaft Punkte liegen. Die Auftaktsbegegnung endete mit einem 3:3 gegen Bissendorf - einer Mannschaft, die bis zum Ende eine der stärksten Konkurrenten um den Aufstieg bleiben sollte. Zu diesem Zeitpunkt hätten wohl auch die Optimisten aus der Mannschaft noch nicht ahnen können, dass nur zwei weitere Spiele der Saison unentschieden enden und die Spielgemeinschaft in allen Begegnungen ungeschlagen bleiben würde. Doch so kam es: die Mannschaft, die dieses Jahr unter Anleitung der Trainer Detlef Wippich und Hendrik Fellmann trainierte, behielt in allen anderen Spielen die Oberhand und konnte somit schon am drittletzten Spieltag die Meisterschaft festmachen.

Seit Bestehen der Damenabteilung vom TUS Nahne ist der Aufstieg der größte Erfolg, der bisher verzeichnet werden konnte. Obwohl die Mannschaft auch in den letzten Jahren immer oben mit angegriffen hat, fehlte immer noch das letzte Quäntchen Durchsetzungsvermögen im Kampf um den Aufstieg. So belief sich die Endplatzierung in den letzten drei Jahren stets auf den vierten Platz. 

Einen Anteil am diesjährigen Erfolg lieferten sicherlich auch die Neuzugänge: Julia und Rebekka Matthoff von Altenberge, Isabel Steffen, Sina Stepczynski vom TSG Gretesch II und Jana Möller vom VfR Voxtrup kamen im Sommer als Verstärkung in die Mannschaft. Zudem kehrte Fiene Wehmeier nach einer Saison beim Osnabrücker SC zurück zum Nahner Team. Ebenso dazu gestoßen sind Margaretha Steinhaus und Lea Maria Schmitt, die beide aus der Jugendabteilung vom Schölerberg kamen. An dem beeindruckenden Torverhältnis von +104 Toren haben natürlich einerseits die Torschützen des Vereins einen großen Anteil: Sandra Sligtenhorst erzielte in ihrer Funktion als Abwehrchefin in der vergangen Spielzeit 13, Fiene Wehmeier 14, Heidrun Bergmann 29 und Torschützenkönigin Maja Meyer insgesamt 35 Tore. Doch auch die Torfrauen und Abwehrspielerinnen leisteten einen großen Beitrag zu der sehenswerten Tordifferenz: insgesamt mussten in der Spielzeit nur 20 Gegentore eingesteckt werden. Somit wurde das von Spielführerin Sandra Sligtenhorst gesetzte Ziel, nicht mehr als 20 Gegentore zu erhalten, erreicht.

In der nächsten Saison ist nun Umdenken angesagt: zum ersten Mal wird die SG Nahne-Schölerberg nicht mehr zu neunt auf dem Platz stehen. Ab der kommenden Kreisliga-Saison möchte die Mannschaft auf 11er-Feld umstellen. Auch wenn seitens der Mannschaft und des Trainerstabs optimistisch auf die nächste Saison geblickt wird, ist man sich auf allen Seiten der Größe der Herausforderung bewusst. Demnach kann das festgelegte Ziel für die kommende Spielzeit nur der Klassenerhalt lauten - alles darüber hinaus wäre natürlich ein sehr willkommener Bonus.

Mit dem letzten Spiel gegen Riemsloh endete eine sehr erfolgreiche Saison für die Damen der Spielgemeinschaft. Aufgrund der Verletzungslage innerhalb der Mannschaft, ist die Sommerpause sehr willkommen: mit Kira Sell, Jana Möller und Heidrun Bergmann waren gleich drei Leistungsträger der Mannschaft langfristig verletzt - bei allen hofft die Mannschaft auf ein Comeback nach der Sommerpause. Auch Elke Mammes wurde in den letzten Monaten vom Verletzungspech verfolgt: Sie hat sich entschlossen, die Mannschaft auch weiterhin zu unterstützen, in der kommenden Spielzeit jedoch von der Seitenlinie als Co-Trainerin. Da beide Meister-Trainer aufgrund ihrer privaten und beruflichen Situation nicht regelmäßig am Trainings- und Spieltagsbetrieb teilnehmen können, wird für die kommende Spielzeit zudem ein neuer hauptverantwortlicher Trainer gesucht, der bereit ist, sich dieser Herausforderung mit der Aufstiegs-Elf zu stellen, und sich dabei auf große Unterstützung von den Co-Trainern und Spielerinnen verlassen kann.